Cochem Sehenswürdigkeiten: Reichsburg, Schifffahrt & Weinorte

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Cochem an der Mosel: Sehenswürdigkeiten wie die Reichsburg auf dem Burgberg über den bunten Häusern und Ausflugsschiffe am Ufer an einem Herbsttag

Cochem ist das Postkartenmotiv der Mosel schlechthin: Fachwerkhäuser am Ufer, steile Weinberge ringsum und hoch darüber die Reichsburg. Hier finden Sie die wichtigsten Cochem-Sehenswürdigkeiten und alles für die Planung – Burgführung, Schifffahrt nach Beilstein, den Bundesbank-Bunker aus dem Kalten Krieg, die Sesselbahn zum Pinnerkreuz und den Abstecher zur Burg Eltz.

LageUntermosel, zwischen Koblenz und Trier
EinwohnerKnapp 5.000
HighlightReichsburg Cochem, Führung ca. 40 Min.
BahnRE 1, RE 11 und RB 81 Koblenz–Trier, jeweils stündlich
SaisonHauptsaison Mitte März bis Anfang November
Aufenthalt1–2 Tage, mit Burg Eltz und Beilstein 3

Cochem auf einen Blick – warum die Stadt so beliebt ist

Cochem ist Kreisstadt des Landkreises Cochem-Zell und liegt an einer weiten Moselschleife zwischen Koblenz und Trier. Die Stadt selbst ist klein – knapp 5.000 Einwohner –, doch fast alles liegt fußläufig beieinander: Burg, Altstadt, Schiffsanleger, Sesselbahn und Bahnhof. Damit ist Cochem ein idealer Standort für die Untermosel, auch ohne Auto.

Die Kehrseite ist der Andrang: Mittags im Sommer und zur Weinlese schieben sich Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere über die Promenade. Wer übernachtet, hat die Stadt morgens und abends deutlich mehr für sich.

Reichsburg Cochem – die Burg über der Stadt

Tor der Reichsburg Cochem mit Blumenkästen, Fahnen und dem hohen Turm mit Mosaik

Geschichte in Kürze

Die Burg entstand vermutlich um das Jahr 1000 unter Pfalzgraf Ezzo und wird 1051 erstmals urkundlich erwähnt. 1151 nahm König Konrad III. sie in Besitz, seitdem ist sie Reichsburg. Später diente sie den Trierer Kurfürsten als Amtssitz. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg brannten französische Truppen die Burg am 19. Mai 1689 nieder und sprengten sie; fast 200 Jahre lang blieb sie eine Ruine.

Was Sie heute sehen, ist zum großen Teil die Burgenromantik des 19. Jahrhunderts. Der Berliner Kaufmann Louis Ravené kaufte die Ruine 1868 und ließ sie im neugotischen Stil wieder aufbauen; 1877 wurde sie mit einem Bankett eingeweiht. Seit 1978 gehört die Burg der Stadt Cochem. Sie thront gut 100 Meter über der Mosel, und der Blick vom Burghof über den Fluss hinüber nach Cond ist mindestens so eindrucksvoll wie die Innenräume.

Führung, Öffnungszeiten und Eintritt

Burg und Burghöfe sind nur im Rahmen einer Führung zugänglich. Die reguläre Führung dauert ca. 40 Minuten und muss nicht vorab gebucht werden – Tickets gibt es vor Ort. Erwachsene zahlen ca. 10 Euro, Kinder von 6 bis 17 Jahren ca. 5 Euro, außerdem gibt es ein Familienticket (Preise 2025–2026 laut Burg). Sind Sie mit Gästen aus dem Ausland unterwegs: Englischsprachige Führungen gibt es je nach Nachfrage etwa einmal pro Stunde – am besten im Souvenirladen nachfragen.

  • Hauptsaison (2026: 14. März bis 1. November): täglich 9.30–17.00 Uhr, letzte Führung um 17.00 Uhr.
  • Wintersaison: kürzere Zeiten, in der Regel 10.00–15.00 Uhr. In Teilen von Januar und Februar nur an bestimmten Wochentagen geöffnet, am 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen.
  • Burgschänke: in der Hauptsaison täglich geöffnet, im Winter zeitweise geschlossen.

Freitags und samstags lädt die Burg zur Ritter-Gasterey: rund vier Stunden mit Burgführung, Essen im Burgkeller, Live-Musik und Ritterspielen. Sie muss direkt bei der Burg reserviert werden und kostet ca. 64 Euro pro Erwachsenem.

Wie kommt man zur Reichsburg hinauf?

Direkt an der Burg gibt es keine Parkplätze. Die meisten gehen von der Altstadt durch die ausgeschilderten Gassen hinauf – ein kurzer, aber steiler Weg von etwa einer Viertelstunde. Wer die Beine schonen möchte, nimmt den Reichsburg-Shuttle (Linie 701); den Fahrplan finden Sie auf der Website der Burg.

Insidertipp

Kommen Sie zur ersten Führung um 9.30 Uhr oder am späten Nachmittag. Mittags treffen Busgruppen und Kreuzfahrtgäste gleichzeitig ein, dann heißt es mitunter auf einen Platz in der nächsten Führung warten.

Altstadt und Moselpromenade

Cochems Altstadt ist überschaubar: ein paar Gassen mit Fachwerkhäusern, der Marktplatz mit dem Rathaus und alte Stadttore, die an die frühere Befestigung erinnern. Oberhalb des Marktes liegt das Kapuzinerkloster, 1623 gegründet und heute ein Kulturzentrum mit Ausstellungen und Konzerten. Wer die Geschichten hinter den Fassaden hören möchte, lädt sich die kostenlose LAUSCHTOUR der Tourist-Information aufs Smartphone.

Die Moselpromenade verläuft am linken Ufer vom Endertplatz – dort liegt die Tourist-Information – an den Schiffsanlegern vorbei. Hier haben Sie die klassischen Blicke auf die Burg, und hier liegen auch viele Hotels und Weinstuben. Gehen Sie unbedingt über die Moselbrücke in den Stadtteil Cond: Von dort sehen Sie das ganze Stadtbild samt Burg in einem Motiv, am schönsten im Abendlicht.

Rustikale Weinstube in Cochem mit Holzbalken, Wandmalereien und Zinntellern im Regal

Essen und Wein gehören in Cochem zusammen. Viele Weinstuben in der Altstadt servieren regionale Küche zum Riesling aus der Umgebung, und abends sitzt man am gemütlichsten in den dunklen, holzvertäfelten Gewölben. Mehr über die Rebsorte, die das ganze Tal prägt, lesen Sie in unserem Beitrag über Riesling von der Mosel.

Sesselbahn zum Pinnerkreuz – der schönste Blick auf Cochem

Die Cochemer Sesselbahn fährt von der Talstation in der Endertstraße, wenige Gehminuten vom Zentrum, hinauf zum Aussichtspunkt Pinnerkreuz. Von oben liegen Stadt, Mosel und Burg zu Ihren Füßen – genau das Motiv vieler Postkarten. Neben offenen Zweiersesseln gibt es Gondeln, die sich bei schlechtem Wetter schließen lassen.

Die Bahn fährt vom Frühjahr bis Mitte November. 2026 war sie den größten Teil der Saison etwa von 10.00 bis 18.00 Uhr in Betrieb (Juli und August 9.30–18.30 Uhr), im Herbst kürzer; Saisonende ist der 15. November. Berg- und Talfahrt kosten ca. 8 Euro für Erwachsene und ca. 4 Euro für Kinder von 4 bis 14 Jahren. Bei Regen kann der Betrieb früher enden.

Insidertipp

Hoch mit der Bahn, runter zu Fuß. Vom Pinnerkreuz führen Wege durch Wald und Weinberge zurück in die Stadt, vorbei an Aussichtspunkten, die Sesselbahnfahrer verpassen. Dann genügt die einfache Fahrt – und festes Schuhwerk, denn es geht steil bergab.

Bundesbank-Bunker – der geheime Geldtresor des Kalten Krieges

Wendeltreppe aus Beton in einem Schacht des Bundesbank-Bunkers in Cochem-Cond

In einem Wohngebiet in Cochem-Cond, hinter zwei ganz gewöhnlichen Wohnhäusern, verbirgt sich eines der kuriosesten Relikte des Kalten Krieges. Ab 1962 baute die Deutsche Bundesbank hier eine unterirdische Anlage, offiziell einen Schutzbunker für ein Schulungszentrum. Tatsächlich lagerte hier ab 1965 eine geheime Ersatzwährung – am Ende 15 Milliarden D-Mark –, die die regulären Banknoten ersetzen sollte, falls ein Gegner das Land mit Falschgeld überschwemmt hätte. Bis 1988 blieb der Bunker geheim. Eines der Häuser darüber ist heute das Hotel Vintage.

Der Bunker ist ein privat betriebenes Museum und nur mit Führung zu besichtigen. Die regulären Führungen dauern ca. 45 Minuten; in der Hauptsaison (2026: 1. Juli bis 1. November) starten sie täglich mehrmals, im Winter deutlich seltener. Erwachsene zahlen ca. 14 Euro, Kinder von 7 bis 17 Jahren ca. 7 Euro. Offene Führungen lassen sich nicht reservieren – Tickets gibt es an der Kasse oder im Webshop, und Sie sollten mindestens zehn Minuten vor Beginn da sein.

Gut zu wissen

Im Bunker herrschen das ganze Jahr über 12 °C – nehmen Sie auch an heißen Sommertagen eine Jacke mit. Am Bunker gibt es keine Parkplätze; in der Saison fährt ein Bunker-Shuttle ab Endertplatz, im Winter die Linie 703. Aktuelle Zeiten immer auf bundesbank-bunker.de prüfen.

Historische Senfmühle – Senf nach altem Rezept

In der Endertstraße 18, nahe der Talstation der Sesselbahn, liegt die Historische Senfmühle, eine mehr als 200 Jahre alte Senfmühle. Bei der rund halbstündigen Führung sehen Sie, wie die Senfsaat auf Steinmühlen zu Senf gemahlen wird, anschließend können Sie die Sorten kostenlos probieren. Der Laden ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Führungen gibt es um 11, 14, 15 und 16 Uhr (ca. 2,50 Euro, Kinder bis 11 Jahre frei). Ein gutes Schlechtwetterprogramm – und ein Mitbringsel, das tatsächlich auf den Tisch kommt.

Schifffahrt ab Cochem – durch die Schleuse nach Beilstein

Zu einem Besuch in Cochem gehört eine Fahrt auf dem Fluss. Von den Anlegern an der Moselpromenade starten Schiffe in zwei Varianten:

  • Panoramafahrt (ca. 1 Stunde): Das Schiff fährt ein Stück moselabwärts Richtung Treis-Karden, wendet und gleitet an der Burg vorbei zurück. Mit Erläuterungen an Bord – ideal, wenn die Zeit knapp ist.
  • Schleusenfahrt nach Beilstein: Das Schiff passiert die Schleuse Fankel und erreicht Beilstein nach etwa einer Stunde. Sie können direkt zurückfahren oder ein paar Stunden in Beilstein bleiben und ein späteres Schiff nehmen.

Außerdem gibt es Abendfahrten mit Musik und Tagesfahrten nach Traben-Trarbach. Wenn Sie über eine längere Reise auf dem Fluss nachdenken, lesen Sie unseren Ratgeber zur Flusskreuzfahrt auf der Mosel.

Mit dem Schiff durch die Schleuse nach Beilstein? Die meistgebuchte Schifffahrt ab Cochem bringt Sie in ca. 2,5 Stunden nach Beilstein und zurück – in der Hauptsaison besser vorab buchen.
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Beilstein – das Dornröschen der Mosel

Beilstein an der Mosel mit Karmeliterkirche und Burgruine Metternich am grünen Hang

Beilstein trägt den Beinamen Dornröschen der Mosel und hat nur gut hundert Einwohner. Der Ort gilt als einer der am besten erhaltenen an der ganzen Mosel: enge Gassen, eine Treppengasse hinauf zur barocken Karmeliterkirche St. Josef mit ihrer Schwarzen Madonna und ganz oben die Burgruine Metternich, die französische Truppen 1689 zerstörten – im selben Jahr wie die Reichsburg in Cochem. Hier wurden mehrere Filme gedreht, darunter 1958 Der Schinderhannes mit Curd Jürgens.

Am schönsten kommen Sie mit dem Schiff von Cochem: ein frühes Schiff nehmen, zu Kirche und Ruine hinaufsteigen, bevor die Tagesgäste kommen, im Ort zu Mittag essen und am Nachmittag zurückfahren.

Lieber einen ganzen Tag mit Beilstein? Eine längere Schiffstour ab Cochem verbindet Beilstein mit Essen sowie Wein- und Likörprobe – bequem, wenn Sie nichts selbst organisieren möchten.
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Weinprobe in Ediger-Eller und Pommern

Weinstuben gibt es in Cochem reichlich, doch für eine echte Weinprobe beim Winzer lohnt sich ein kurzer Abstecher entlang der Mosel. Moselaufwärts liegt Ediger-Eller, ein Doppelort mit Fachwerkhäusern am Fuß des Calmont – einer der steilsten Weinberge Europas, in dem die Trauben noch von Hand gelesen werden.

Moselabwärts, Richtung Koblenz, liegt der Weinort Pommern. Beide Orte haben einen Halt an der Moselstrecke und sind mit der RB 81 in wenigen Minuten von Cochem aus erreichbar – zur Weinprobe muss also niemand fahren.

Den Wein dort probieren, wo er wächst? In Ediger-Eller führt Sie ein Guide durch die Weinberge, danach probieren Sie die Weine beim Winzer – sehr gut bewertet und genau richtig für einen Nachmittag.
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Wer lieber klassisch im Weinkeller probiert, findet eine beliebte Weinprobe beim Winzer in Pommern von ca. 1,5 Stunden. Und wer mitten in den Reben übernachten möchte, findet Tipps in unserem Beitrag Übernachten beim Winzer an der Mosel.

Ausflug von Cochem zur Burg Eltz

Burg Eltz liegt versteckt in einem Waldtal oberhalb der Mosel, moselabwärts von Cochem, und gehört zu den bekanntesten Burgen Deutschlands. Sie wurde nie im Krieg zerstört und ist seit ihrer Erbauung vor fast 900 Jahren im Besitz derselben Familie. Viele kennen die Ansicht noch vom alten 500-Mark-Schein. In der Schatzkammer ist eine der bedeutendsten privaten Sammlungen von Gold- und Silberschmiedekunst in Deutschland zu sehen.

  • Saison: 2026 täglich vom 29. März bis 1. November geöffnet, 9.30–17.00 Uhr (letzter Einlass 17.00 Uhr). Im Winter geschlossen.
  • Eintritt: ca. 14 Euro für Erwachsene, Familienkarte erhältlich. Führung ca. 35–40 Minuten, auf Deutsch und bei Bedarf auf Englisch.
  • Mit dem Auto: Navi auf „Burg Eltz, Wierschem“ (Parkplatz 1, ca. 4 Euro, nur bar). Von dort fährt etwa alle zehn Minuten ein Pendelbus, oder Sie gehen zu Fuß über die Aussichtsplattform hinunter zur Burg.
  • Mit Bahn und Bus: RB 81 Richtung Koblenz bis Hatzenport, dann Bus 365 (1. April bis 1. November, zweimal pro Stunde) zur Burg Eltz.
  • Zu Fuß: Ab Moselkern (Halt der RB 81) führt ein schöner Weg am Elzbach entlang zur Ringelsteiner Mühle; das letzte Stück ab der Mühle ist ca. 2,5 km lang.
Insidertipp

Ein klassischer Tag: morgens mit dem Zug von Cochem nach Moselkern, durchs Elztal zur Burg wandern und mit dem Bus über Hatzenport zurück. Starten Sie früh – um die Mittagszeit kann die Schlange vor den Führungen lang werden.

Anreise nach Cochem

Mit der Bahn

Cochem liegt an der Moselstrecke zwischen Koblenz und Trier, der Bahnhof direkt in der Stadt. Der RE 1 (Koblenz–Trier–Saarbrücken–Mannheim) und der RE 11 (Koblenz–Trier–Luxemburg) fahren jeweils stündlich, ebenso die langsamere RB 81, die in allen kleinen Moselorten hält. Ab Koblenz und Trier sind Sie mit dem RE knapp eine Stunde unterwegs. Da auf der Strecke nur Nahverkehrszüge fahren, gilt das Deutschlandticket. Den Intercity, der früher in Cochem hielt, gibt es seit Dezember 2025 nicht mehr – aus Köln, Düsseldorf oder dem Ruhrgebiet steigen Sie in Koblenz um. Vom Bahnhof sind es ca. 700 Meter bis zur Tourist-Information am Endertplatz.

Mit Auto und Wohnmobil

Mit dem Auto erreichen Sie Cochem über die A 61 und die A 48 (Ausfahrt Kaisersesch) oder entlang der Mosel über die B 49 von Trier oder Koblenz. Parkplätze gibt es unter anderem unter der Moselbrücke, auf dem Bockbrunnenplatz und im Parkhaus in der Endertstraße.

Mit dem Wohnmobil wird es in Cochem eng: Die Liste der Verbandsgemeinde nennt an der Nordbrücke (B 49, Ortseinfahrt aus Richtung Koblenz) nur einen reinen Parkplatz ohne Strom, Wasser und Entsorgung. Für die Nacht sind Mosel-Camping Cochem auf der Conder Seite oder der Stellplatz im Weinort Ernst wenige Kilometer moselaufwärts die bessere Wahl. Mehr dazu in unseren Ratgebern Mit dem Wohnmobil an die Mosel und Campingplätze an der Mosel.

Flughäfen in der Nähe

  • Frankfurt-Hahn (HHN): am nächsten, im Hunsrück südlich der Mosel, vor allem von Low-Cost-Airlines wie Ryanair und Wizz Air angeflogen. Weiter per Mietwagen, Taxi oder Linienbus nach Bullay und von dort weiter nach Cochem.
  • Frankfurt (FRA): das große Drehkreuz, etwa für die Anreise aus Österreich oder der Schweiz. Weiter mit der Bahn über Koblenz oder in rund zwei Stunden mit dem Auto.
  • Luxemburg (LUX): eine bequeme Alternative – der RE 11 fährt ohne Umstieg von Luxemburg-Stadt über Trier nach Cochem.

Wie viele Tage braucht man für Cochem?

Ein Tag reicht für Burg, Altstadt, eine Panoramafahrt und die Sesselbahn zum Pinnerkreuz – wenn Sie früh anfangen. Zwei Tage lassen Zeit für Bunker, Senfmühle und die Schleusenfahrt nach Beilstein in Ruhe. Mit drei Tagen schaffen Sie auch Burg Eltz und eine Weinprobe in Ediger-Eller oder Pommern. Cochem eignet sich gut als Standort für die gesamte Untermosel; Koblenz, Zell und Trier erreichen Sie bequem mit dem Zug. Zur Orientierung hilft unsere Karte der Mosel.

Übernachten in Cochem

Wohnen Sie an der Moselpromenade, wenn Sie den Fluss vor dem Fenster und alles zu Fuß erreichbar haben möchten. Zwei etablierte Hotels direkt an der Promenade:

Doppelzimmer mit Balkon und Blick auf die Mosel und die Weinberge im Hotel Karl Müller in Cochem
  • Hotel Karl Müller (Moselpromenade 9) – mitten in der Altstadt, die Mosel direkt vor der Tür. Viele Zimmer blicken auf den Fluss, manche mit Balkon; zum Haus gehört das Restaurant Balduinstuben. hotel-karl-mueller.de
  • Hotel Karl Noss (Moselpromenade 17) – zentral an der Uferpromenade, mit kostenloser Garage für eigene Fahrräder und E-Bike-Verleih. Eine gute Wahl, wenn Sie an der Mosel Rad fahren möchten. hotel-noss-cochem.de

Ausgefallener übernachten Sie im Hotel Vintage in Cond, einem der Häuser, die einst den Bundesbank-Bunker tarnten. Zum Weinfest Ende August und während der Lese im September und Oktober ist Cochem oft ausgebucht – frühzeitig reservieren.

Beste Reisezeit für Cochem

April bis Juni ist es ruhiger, grün und angenehm zum Wandern. Juli und August sind Hochsaison mit warmem Wetter, den meisten Schifffahrten und dem größten Andrang. September und Oktober sind für viele die schönste Zeit: Die Lese läuft, die Weinberge färben sich golden und in den Orten wird gefeiert – entsprechend voll ist es. Ab November stellen Sesselbahn und die meisten Schiffe den Betrieb ein, Burg und Bunker bleiben mit kürzeren Zeiten geöffnet, und im Dezember locken Adventsprogramm und Weihnachtsveranstaltungen auf der Burg. Mehr dazu in unseren Beiträgen zur besten Reisezeit für die Mosel und zum Wetter an der Mosel.

Höhepunkt des Jahres ist das Heimat-Weinfest, das in der Regel am letzten Augustwochenende stattfindet (2026: 27. bis 31. August). Dazu gehört ein Feuerwerk über der Mosel, für das mehrere Reedereien Abendfahrten anbieten. Im Frühjahr findet außerdem die Mosel-Wein-Woche in Cochem statt. Weitere Termine finden Sie in unserem Überblick über die Weinfeste an der Mosel.

Zum Weinfest in Cochem? Sehen Sie das Feuerwerk vom Schiff aus statt im Gedränge am Ufer – die Abendfahrt ist auf das Feuerwerk des Weinfests abgestimmt.
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Häufige Fragen zu Cochem

Kann man die Reichsburg Cochem ohne Führung besichtigen?

Nein, Innenräume und Burghöfe sind nur bei einer Führung zugänglich. Die reguläre Führung dauert ca. 40 Minuten, muss nicht vorab gebucht werden und findet in der Hauptsaison täglich statt.

Wie lange dauert die Schifffahrt von Cochem nach Beilstein?

Etwa eine Stunde pro Richtung, einschließlich der Schleuse Fankel. Hin und zurück ohne Aufenthalt sind es ca. 2,5 Stunden. Wer Beilstein richtig sehen möchte, plant ein paar Stunden im Ort ein und nimmt ein späteres Schiff zurück.

Kann man den Bundesbank-Bunker besichtigen?

Ja, der Bunker ist ein Museum und wird ganzjährig mit Führung gezeigt, am häufigsten im Sommer und Herbst, im Winter seltener. Drinnen sind es konstant 12 °C. Prüfen Sie die aktuellen Zeiten vorab auf der Website des Bunkers.

Wie kommt man ohne Auto von Cochem zur Burg Eltz?

Mit der RB 81 Richtung Koblenz bis Hatzenport und dann mit dem Bus 365 zur Burg (1. April bis 1. November). Alternativ steigen Sie in Moselkern aus und wandern durch das Elztal zur Burg.

Kommt man in Cochem ohne Auto zurecht?

Problemlos. Aus Koblenz und Trier fahren mehrmals pro Stunde Züge, mit dem Deutschlandticket ohne Aufpreis. Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen fußläufig, und Schiff, Bahn und Bus bringen Sie nach Beilstein, in die Weinorte und zur Burg Eltz.

Sie planen Ihren Besuch in Cochem? Alle Schifffahrten, Weinproben und Ausflüge ab Cochem auf einen Blick – Termine vergleichen und direkt buchen.
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Weiterplanen können Sie mit unserem Überblick über die schönsten Orte an der Mosel und unseren Tipps, was man an der Mosel unternehmen kann.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026. Fakten anhand der obigen Quellen geprüft; Preise und Öffnungszeiten können sich ändern.

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